Widerrufsbelehrung der DSL Bank dürfte fehlerhaft sein

Viele Darlehensnehmer der DSL Bank können darauf hoffen, vom so genannten Widerrufsjoker Gebrauch machen zu können.

 

Kann der Darlehensvertrag noch widerrufen werden, kann der Darlehensnehmer den Kredit ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung auf ein neues Darlehen zu den aktuell günstigen Zinskonditionen umschulden.


Hat eine Bank nämlich nicht ordnungsgemäß über das den Verbrauchern zustehende Widerrufsrecht belehrt, hat die zweiwöchige Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen und der Darlehensvertrag kann jetzt noch widerrufen werden.

 

 

 

Die Kanzlei Dr. Eckardt und Klinger vertritt einen Darlehensnehmer, der im Jahr 2006 zur Finanzierung seines Eigenheims einen Kredit bei der DSL Bank aufgenommen hat.

 

Die Widerrufsbelehrung der DSL Bank ist nach Auffassung von Rechtsanwalt Klinger fehlerhaft: „Sie weicht erheblich von der damals gültigen Muster-Widerrufsbelehrung ab. Der Fristbeginn ist irreführend dargestellt. Mit der Formulierung

 

Die Widerrufsfrist beginnt zu dem Zeitpunkt, zu dem der Darlehensnehmer

 

-ein Exemplar dieser Belehrung

 

-die Vertragsbestimmungen einschließlich der Finanzierungsbedingungen-

 

und die Vertragsbestimmungen einschließlich der Finanzierungsbedinungen erhalten hat,

 

jedoch nicht vor dem Tag des Vertragsschlusses. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs

 

wird der Verbraucher im Unklaren gelassen, wann die Widerrufsfrist tatsächlich zu laufen beginnt. Darüber hinaus enthält die Widerrufsbelehrung im Abschnitt „Finanzierte Geschäfte“ Ausführungen über die Finanzierung einer Sache. Diese haben in einem Immobiliendarlehensvertrag nichts zu suchen“. Des Weiteren weist die Widerrufsbelehrung nach Auffassung von Rechtsanwalt Klinger einen weiteren gravierenden Fehler auf. Der Darlehensvertrag enthält nämlich eine weitere, anderslautende Widerrufsbelehrung, und zwar auf der vierten Seite von dem fünfseitigen „Information und Merkblatt zum Baufinanzierungsdarlehen für den Verbraucher“. Dies ist für den Verbraucher irreführend, weil er nicht weiß, welche Widerrufsbelehrung nun maßgeblich ist. Allein die doppelte Belehrung dürfte bereits dazu führen, dass der Darlehensnehmer nicht ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt worden ist.

 

Die Kanzlei Dr. Eckardt und Klinger hat daher nun für ihren Mandanten beim Landgericht Bonn Klage gegen die DSL Bank eingereicht.

 

Da viele Widerrufsbelehrungen der Banken fehlerhaft sind, rät Rechtsanwalt Dietmar Klinger Darlehensnehmern, ihre Verträge von einem Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht prüfen zu lassen. Die Kanzlei Dr. Eckardt und Klinger steht Ihnen dafür gerne zur Verfügung.