Widerrufbarkeit von PKW-Finanzierungen – alle Fahrzeugtypen

 

Günstige Möglichkeit für Käufer von kreditfinanzierten Pkws, diese gegen Zahlung einer geringen Nutzungsentschädigung loszuwerden.

 

In jüngster Zeit ist der Dieselskandal in aller Munde. Dieser betrifft inzwischen nicht nur Fahrzeuge der Volkswagengruppe. Auch die Fahrzeuge andere Hersteller nutzen die Möglichkeit sog. Thermofenster, in denen die Abgasreinigung abgeschaltet wird. Auch diese Fahrzeuge können von künftigen Fahrverboten betroffen sein. Was kann ich als Verbraucher also tun, wenn ich mein Dieselfahrzeug oder Benziner loswerden möchte?

Hier bietet die aktuelle Rechtslage eine gute Möglichkeit, das betreffende Fahrzeug zurückzugeben, wenn es durch einen Kreditvertrag finanziert ist: Der Widerruf des Kreditvertrages.

Ist die Widerrufsbelehrung des Kreditvertrages falsch, kann der Kreditvertrag noch heute widerrufen werden. Fahrzeugkauf und Finanzierung bilden ein verbundenes Geschäft mit der Rechtsfolge, dass der Verbraucher im Falle eines wirksamen Widerrufs nicht den Kreditbetrag, sondern nur das Fahrzeug unter Anrechnung einer Nutzungsentschädigung zurückgeben muss.

Dies kann sich gegenüber einem freihändigen Verkauf sehr günstig darstellen, denn die vom Verbraucher zu zahlende Nutzungsentschädigung rechnet sich nach der Formel:

Kaufpreis x gefahrene Kilometer = Nutzungsersatz

prognostizierte Gesamtlaufleistung

Gerade bei geringer oder mittlerer Laufleistung liegen die Vorteile eines Widerrufs auf der Hand, da der Nutzungsersatz unabhängig vom Alter des Fahrzeugs ermittelt wird (vgl.: BGH VIII ZR 196/14).

Bei einem Beispielsfahrzeug: Kaufpreis € 35.000,00, Laufleistung 55.000 KM, prognostizierte Gesamtlaufleistung 250.000 KM, ergibt sich folgender Nutzungsersatz:

35.000 x 55.000 = € 7.700,00 Nutzungsersatz

250.000

Daraus folgt ein Anspruch des Verbrauchers gegen das Kreditinstitut in Höhe von € 27.300,00 bzw. 78% des Neupreises. Dieser Wert liegt zumeist deutlich über dem Marktniveau auf dem Automobilmarkt, sodass der Widerruf in der Regel erhebliche Vorteile für den Verbraucher zur Folge hat.

Rechtsanwalt Dietmar Klinger aus der Bremer Anlegerschutzkanzlei Dr. Eckardt und Klinger führt bereits entsprechende Verfahren gegen Kreditinstitute. Er rät daher jedem Verbraucher, der sich von seinem kreditfinanzierten Pkw trennen möchte, anwaltlich prüfen zu lassen, ob auch er ein Widerrufsrecht hat und welche Ansprüche ihm infolgedessen zustehen. Die Kanzlei Dr. Eckardt und Klinger steht Ihnen für die Prüfung und die Durchsetzung Ihrer Ansprüche gerne zur Verfügung.